Das Bayerische Jazzinstitut ist zentrale Beratungs-, Kommunikations- und Dokumentationsstelle für Jazzinteressierte und Musiker aus Bayern und weit darüber hinaus.

Zum Abschluss der Feierlichkeiten rund um 40 Jahre Bayerisches Jazzweekend heißt es von 11.-13. März 2022 ein letztes Mal „Ein Fest, kein Festival“.

Präsentiert werden unter dem Motto "Jazzfest40 - intim" ausschließlich Solo- und Duo-Konzerte, deren Nuancen im Open-Air-Ambiente des Sommers verloren gegangen wären. BR-Klassik wird die Konzerte am Samstag und Sonntag aufzeichnen. Wir sind glücklich, noch einmal eine so ausdrucksstarke Riege an MusikerInnen in Regensburg zusammenzubringen, können und wollen uns dem aktuellen Geschehen aber nicht entziehen.

Das ukrainische Odessa verbindet eine Städtepartnerschaft mit Regensburg, deshalb geht uns der Krieg in Europa besonders nahe. Viele „unserer“ MusikerInnen versuchen zu helfen, manche sind tatsächlich noch im Kriegsgebiet. Das Bayerische Jazzinstitut stellt deshalb die letzten zehn Konzerte seiner Intendanz unter einen Leitsatz, der auf Leonard Bernstein zurückgeht:

Das wird unsere Antwort auf die Gewalt sein: Wir werden noch intensiver Musik machen, noch schöner, noch hingebungsvoller als jemals zuvor.

Feiern Sie mit uns - hier geht es zum Programm

Jazzfest40

Aufgrund der aktuellen Lage haben wir uns dazu entschlossen, das für 3.-5. Dezember 2021 geplante letzte Konzertwochenende der Jazzfest40 abzusagen.

ABER: Wir haben gleich einen Ersatztermin ins Visier genommen: von 11.-13. März 2022 wollen wir unter besseren Vorzeichen die wunderbaren Musiker und Musikerinnen doch noch präsentieren und unsere Konzerte zum 40. Jubiläum des Bayerischen Jazzweekends komplettieren. Dann werden wir hoffentlich live und persönlich letztmals „Ein Fest, kein Festival“ feiern, um uns als Intendanz zu verabschieden.

Seit letzter Woche ist klar: die „Jazzfest40-intim“ Veranstaltungen Anfang Dezember hätten ohnehin ohne Publikum stattfinden müssen. Aber auch Musiker, Dienstleister, Intendanz, Veranstalter und Berichterstatter wären durch ihr Zusammenkommen für Livestreams ein Risiko eingegangen. Die Vorstellung, auch nur einem der Beteiligten würde zum Abschluss unserer Intendanz etwas passieren, ist für uns ein Horror. Eine Nicht- oder Zu-Spät-Versorgung wegen fehlender Krankenhausbetten, beispielsweise bei einem Unfall auf dem Weg aus der Schweiz, Österreich oder Berlin, ist momentan eine reale Gefahr.

Eines unserer Jurymitglieder arbeitet im Krankenhaus und wir haben die Zustände in der Pflege seit zwei Jahren „live“ vor Augen. Die Verantwortung auf die Politik abzuschieben und zu pokern, ob der Hospitalisierungs-Index vielleicht doch erst nach dem ersten Dezemberwochenende via Verbot eine Absage diktiert, wäre verantwortungslos, denn die Notlage ist real. Hier und jetzt. Momentan ist die Solidarität aller gefordert, um aus dem herrschenden Katastrophenfall herauszukommen. Damit Live-Kultur unter den gebotenen Vorsichtsmaßnahmen möglichst schnell wieder stattfinden kann.

Uns fällt die Entscheidung schwer, denn ein persönliches Zusammenkommen mit den Musikern und Musikerinnen, die uns begeistert haben, ist immer etwas ganz Besonderes.

Zur Überbrückung greifen wir ab morgen unsere Aktion #JF40dankt wieder auf und stellen Jazzfest40-Highlights über unsere Online-Kanäle vor. Wir werden unsere Wunschkandidaten für das letzte gemeinsame Wochenende würdigen, aber auch noch einmal einen Blick zurück auf bewegende Konzerte und Bewerbungen im Sommer 2021 werfen.

Jazzfest40

Bayerisches Jazzweekend

Der Kulturreferent der Stadt Regensburg, Wolfgang Dersch, hat dem Bayerischen Jazzinstitut nach 40 Jahren ab dem Jahr 2022 die Intendanz des Bayerischen Jazzweekends gekündigt. Es sei an ihm, in seiner Amtszeit neue Akzente zu setzen.  Mit gleichem Budget, einer neuen künstlerischen Leitung und einem mehrköpfigen Kuratorium sollen neue Impulse für das Jazzweekend in Regensburg gegeben werden. Durch eine noch stärkere Verzahnung von Kultur, Wirtschaft, Hotellerie und Gastronomie solle, laut Pressemitteilung, zudem der Erlebnisraum Innenstadt nachhaltig und qualitätsvoll gestärkt werden. Im November 2021 wird das Kulturreferat die neue Struktur mit neuer künstlerischer Leitung für das Bayerische Jazzweekend vorstellen.

Sylke Merbold und Uli Schwarz vom Bayerischen Jazzinstitut danken den Musikern, die ihnen und den ehrenamtlichen Unterstützern des Bayerischen Jazzinstituts in den langen Jahren der gemeinsamen Arbeit für den Jazz beim Bayerischen Jazzweekend ihr Vertrauen geschenkt haben und besonders in der Corona-Krise Großartiges leisteten: „Mit jedem einzelnen Konzert, das wir gemeinsam ermöglicht haben, haben wir den Menschen Nähe geschenkt, die von keinem Mindestabstand abhängt. Die Authentizität der Musiker aller Stilrichtungen hat uns ermöglicht, jedes Jahr ein Programm mit ca. 100 Konzerten zu erarbeiten, dessen Integrität jährlich wiederkehrende Fans aus ganz Europa mit seiner Einzigartigkeit anlockte.“

Noch ist das vom Bayerischen Jazzinstitut konzipierte 40.Jubiläum mit seinen Jazzfest40 aber nicht beendet: Von 3. bis 5. Dezember 2021 wird noch einmal „Ein Fest, kein Festival“ gefeiert: mit zehn Solo- und Duo-Auftritten, die am Samstag und Sonntag wieder von BR Klassik aufgezeichnet werden. Mit 18 hochkarätigen Mitschnitten durch den Bayerischen Rundfunk ist das 40. Jubiläum das im Sinne der Musiker vielleicht erfolgreichste Fest in der Geschichte des Bayerischen Jazzweekends. Musikalisches Können, künstlerische Brillanz, aufrichtige Begeisterung – was will man mehr, um ein Jubiläum unter schwierigsten Bedingungen würdevoll zu feiern?!

Inzwischen geht die geplante Arbeit weiter: nach und nach wandelt das Bayerische Jazzinstitut die Ankündigungen der Sommer-Open-Airs auf www.bayerisches-jazzweekend.de in Rückblicke mit Fotogalerien um. Die Bands erhalten das vom Bayerischen Jazzinstitut aufgenommene Bild-Material wie immer zur freien Verfügung. Über die einzelnen Veröffentlichungen werden wir auch hier informieren.

Bewerbungen für das Bayerische Jazzweekend 2022 können vom Bayerischen Jazzinstitut nicht angenommen werden. Bitte warten Sie, entsprechend der aktuellen Pressemitteilung, die Veröffentlichungen der Stadt Regensburg im November 2021 ab.

Selbstverständlich freuen wir uns, wenn Ihr uns für unsere ganzjährige Beratungstätigkeit weiterhin über Eure Projekte und Vorhaben auf dem Laufenden haltet.

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